Unsere Top 3 Wandergebiete in Finnland

Kinder, Wandern, Finnland – eine wunderbare Kombination. Denn es gibt wirklich schöne Wandergebiete in Finnland, die für Familien optimal sind. Je nach Lust und Laune kann man kurze Routen oder mehrtägige Touren in Angriff nehmen. Es gibt keine hohen Berge mit langen, steilen Anstiegen. Und in den größeren Wandergebieten sind die Wege gut ausgeschildert. Ein besonderes Erlebnis sind die Lagerfeuerstellen (inklusive Holz zum Selberhacken), an denen man unterwegs immer wieder vorbei kommt.

Wir konnten vor unserer Abreise weder einen deutsch- noch englischsprachigen Wanderführer für Finnland auftreiben. Das war letztlich kein größeres Problem. In den Wandergebieten ist gutes Infomaterial verfügbar und hilfsbereite Mitarbeiter der Informationszentren oder Campingplätze geben normalerweise gerne Auskunft.

Am besten gefallen haben uns folgende Gebiete:

1. Manamansolo

Wandern in Finnland

Die Insel im Oulujärvi-See liegt in Mittelfinnland. Man gelangt von Süden her mit einer  Autofähre auf die Insel. Auf der Insel selbst gibt es wunderschöne Sandstrände, die vor allem in der Vorsaison menschenleer sind (was allerdings auch daran liegen könnte, dass es dann eindeutig zu kalt zum Baden ist). Außerdem gibt es zahlreiche leichte Wanderungen mit wunderschönen Feuerstellen.

2. Hossa

Wandern in Finnland
Ein beliebtes Wandergebiet im Osten Mittelfinnlands. Das Gelände ist hügelig, die Wege sehr gut markiert. Die Wanderungen sind abwechslungsreich und auch großer Bruder und kleine Dame waren von diesem Wandergebiet sehr angetan. Das Gebiet eignet sich auch hervorragend zum Kanufahren.

3. Oulanka Nationalpark

Wandern in Finnland

Der Park im Nordosten Finnlands gehört zu den meistbesuchten Nationalparks des Landes. Besonders beliebt sind ein- oder mehrtägige Kanutouren und Wanderungen entlang der Bärenrunde. Zusätzlich gibt es noch etliche gut markierte, kürzere Wege. Die Bärenrunde selbst ist 80 Kilometer lang und man muss mehrere Tage dafür einrechnen (Wir wollen auf alle Fälle zurück kommen und zumindest einen größeren Teil davon wandern. Allerdings erst, wenn kleine Dame und großer Bruder ihren Rucksack selber tragen können). Auf alle Fälle sollte man ein Zelt (nur auf markierten Zeltplätzen aufstellen) und ausreichend Verpflegung mitnehmen. Es gibt Hütten, in denen jeder übernachten kann, solange ein Platz frei ist. In der Hochsaison sind sie allerdings schnell voll. Alternativ kann man die kleine Bärenrunde wandern. Diese Tageswanderung startet in Juuma.

Der Weihnachtsmann im Juni

Ein wenig außerhalb von Rovaniemi, direkt am Polarkreis, hat der Weihnachtsmann also sein Büro. Und weil wir schon ganz in der Nähe sind, statten wir ihm einen Besuch ab.

Schneebedeckt mag das Weihnachtsmanndorf vielleicht ganz romantisch sein. Doch im Juni liegt selbst am Polarkreis kein Schnee mehr. Der Anblick des Dorfes ist enttäuschend. Die Gebäude sind in die Jahre gekommen. Im Inneren befinden sich austauschbare Souvenir-Shops, das Weihnachts-Postamt, Fast Food Restaurants und Santas Büro.

Der Vorteil eines Weihnachtsmann-Besuchs im Juni zeigt sich allerdings rasch: Wir sind praktisch alleine hier. Das bedeutet: Keine Warteschlange vor Santas Büro.

Der große Bruder und die kleine Dame sind etwas aufgeregt, als wir die langen Gänge zum Büro entlang spazieren. Und zugegeben, auch ich bin gespannt. Nach kurzem Warten empfängt uns der Weihnachtsmann mit tiefer Stimme persönlich. Er spricht offenbar sämtliche Sprachen und scherzt mit uns. Kleine Dame und großer Bruder sind begeistert. Ganz überzeugt, dass er tatsächlich der echte Weihnachtsmann ist, sind sie aber nicht.

Ein Weihnachtswichtel macht schließlich Fotos, die wir anschließend auch kaufen. Denn eigene Kameras sind in Santas Büro nicht gestattet. Und irgendwie finden wir ein Familienfoto mit dem Weihnachtsmann auch ganz lustig.

Weihnachtsmann im Juni

Nach ein paar Minuten ist der Besuch schließlich vorbei. Danach beschäftigt die kleine Dame vor allem eine Frage: Wo wohnt eigentlich das Christkind? Das könnten wir doch auch einmal besuchen.

Reisen mit dem Wohnmobil

Ein bisschen Schnecke sein: in gemütlichem Tempo unterwegs, das Haus immer mit dabei. In Finnland haben wir uns ein Wohnmobil gemietet. Alle waren begeistert. Und nach dem Urlaub war klar: Wir wollen so schnell wie möglich wieder eine Reise mit einem Camper unternehmen. Warum?

1. Flexibel sein

Ein Wohnmobil ist perfekt für Familien, die nicht gerne den gesamten Urlaub am gleichen Ort verbringen. So kann man eine Route planen, diese aber unterwegs jederzeit spontan ändern. Gefiel es uns an einem Ort, blieben wir einfach länger. Hatten wir keine Lust mehr zu fahren, sind wir einfach stehen geblieben und war das Wetter schlecht, legten wir längere Wegstrecken zurück. Wir schafften es so in 2,5 Wochen von Helsinki bis zum Polarkreis und wieder retour.

Mühsam ist es allerdings in den Städten. Denn einen geeigneten Parkplatz zu finden, ist nicht immer einfach. Daher beim Besuch größerer Städte lieber einen Campingplatz am Stadtrand mit guter öffentlicher Anbindung suchen.

2. Alles mit dabei

Es gibt Küche, Kühlschrank, Klo. Das heißt: Sind großer Bruder oder kleine Dame unterwegs hungrig, kann man einfach bei der nächsten Gelegenheit stehen bleiben und eine schnelle Jause zubereiten. Gleiches gilt für: „Ich muss soooooo dringend aufs Klo. Jetzt. Sofort.“ Einfach stehen blieben. Problem gelöst. Nachteil: Was ins Klo rein kommt, muss später wieder ausgeleert werden.

3. Kein dauerndes Ein- und Auspacken

Ist man mit einem Mietauto unterwegs und schläft in Hotels oder im Zelt, muss man jedes Mal wieder alles zusammen packen, sobald man weiterreisen will. Im Wohnmobil muss man lediglich alle Sachen so verstauen, dass sie nicht in der ersten Kurve quer durch den Innenraum fliegen. Zwar mit zunehmender Länge der Reise auch nicht immer einfach, aber meist in einer vernünftigen Zeit schaffbar.

4. Bequemer als im Zelt

Wir zelteln gerne und sind immer wieder mit dem Zelt unterwegs. Dann aber nur ein verlängertes Wochenende. Und nur dann, wenn der Wetterbericht passt. Denn ist es zu heiß, wacht man um fünf Uhr in der Früh schweißgebadet auf. Regnet es, ist bald alles nass. Im Wohnmobil ist man hingegen auch geschützt, wenn es plötzlich zu schütten beginnt. Es gibt eine Heizung für kalte Tage und Nächte. Auch ist einfach mehr Platz. Wenn es einmal länger geregnet hat, konnten wir bequem am Tisch Karten spielen. Glücklicherweise hat es nie mehrere Tage lang durchgeregnet. Denn dann wäre es im Wohnmobil ziemlich eng geworden.