Mit dem Fußball golfen

Spielt der Nachwuchs Fußball, verbringt man plötzlich sehr viele Wochenenden auf Fußballplätzen. Nun ist Juli, damit Sommerpause und endlich Zeit, um wieder einmal etwas Neues auszuprobieren. Kleine Dame und Großer Bruder entscheiden sich für Soccer-Golf – eine Mischung aus Fußball und Golf.

Vor wenigen Wochen wurde in Ulrichsberg der Böhmerwaldpark eröffnet. Bisher waren hier ausschließlich Golfer anzutreffen. Der 18-Loch-Platz ist auch weiterhin nur für Golfer, der 9-Loch-Parcour kann jetzt aber auch mit Fußball (Soccer-Golf) oder der Frisbee (Disc-Golf) absolviert werden.

Fußballgolf Böhmerwald

Das Ziel des Spiels ist einfach: Den Fußball mit möglichst wenigen Schüssen ins Loch zu bringen.

Die Distanzen sind enorm, sodass zunächst mit voller Kraft geschossen werden muss.

Fußballgolf Böhmerwald

Ab und zu landet auch ein Ball im Gebüsch. Der Vorteil: Fuß- sind deutlich größer als Golfbälle und werden daher auch leichter wiedergefunden.

Fußballgolf Böhmerwald

Der Parcours ist anstrengender als gedacht. Denn öfters müssen auch lange Distanzen bergauf geschossen werden. Die Runde macht Spaß, aber „echtes Fußball ist schon viel besser“, sind sich Kleine Dame und Großer Bruder am Ende einig.


Fazit: von Zeit zu Zeit in der Gruppe ganz lustig, aber es ist keine Sportart für jedes Wochenende

Info: www.boehmerwaldpark.at

Der Zauber der Kirschen

Andrea Strohmayer ist Österreichs einzige Vollerwebs-Kirschbäuerin. Da sie auch Kirsch-Führungen für Kinder anbietet und Anfang Juni die Früchte hoffentlich reif sind, machen wir uns auf den Weg ins Burgenland.

Die Gemeinde Breitenbrunn am Neusiedlersee setzt ganz auf die roten Früchte. So führt der Kirschblüten-Radweg durch den Ort. Und damit die Radfahrer nicht mehr die privaten Bäume leer pflücken, wurden entlang des Weges Kirschbäume gesetzt, von denen jeder naschen darf.

Kirschenzauber Breitenbrunn

Wir haben Glück. Die Früchte sind schon reif – und das ganze drei Wochen früher als in den vergangenen Jahren.
Kirschenzauber Breitenbrunn

Wir treffen Andrea Stohmayer in der Kellergasse und spazieren los.
Kirschenzauber Breitenbrunn

Station eins: Kirschkern-Weitspucken. Zunächst bekommen wir die richtige Technik erklärt: Zunge einrollen und als Art Blasrohr verwenden. Der derzeitige Weltrekord liegt bei 21,71 Metern, aufgestellt im Jahr 2003. Wie sich schnell heraus stellt, werden wir aber noch lange üben müssen, um auch nur annähernd so weit spucken zu können.
Kirschenzauber Breitenbrunn

Nachdem der Kirschvorrat aufgebraucht ist, gehen wir weiter zum Radweg. Es gab einmal rund 40.000 Kirschbäume in der Region. Nun sind es nur mehr 8.000. Denn früher standen die meisten Bäume in den Weinfeldern zwischen den Reben. Doch für die maschinelle Bearbeitung der Weingärten wurde Platz benötigt. Die Bäume mussten weichen.

Wir pflücken ein paar Früchte.
Kirschenzauber Breitenbrunn
Kirschenzauber Breitenbrunn

Was uns vorher eigentlich nicht bewusst war: Es gibt viele verschiedene Sorten, die tatsächlich unterschiedlich schmecken, wie wir bei der anschließenden Verkostung der von Andrea und ihrer Mutter Rosi produzierten Fruchtaufstrichen feststellen.
Kirschenzauber Breitenbrunn

Nach zwei Stunden Wissenswertes rund um das Obst und Kirsch-Kulinarik kehren wir noch beim Heurigen in der Kellergasse ein.

Kirschenzauber Breitenbrunn

Und machen einen Stopp am Spielplatz mit Kirschbaum.

Kirschenzauber Breitenbrunn


Infos zum „Kirschzauber für Kinder”, sowie Führungen für Erwachsene unter www.genussquelle.at

Da der Kirschblüten-Radweg direkt durch den Ort führt, lässt sich eine Kirsch-Führung gut mit einer Rad-Runde kombinieren.

Thaya-Radweg: Da fuhr die Eisenbahn drüber

Dort, wo früher die Eisenbahn fuhr, verläuft jetzt ein Radweg. 2017 wurde der Thayarund-Radweg eröffnet. Insgesamt ist die Runde 111 Kilometer lang, ein Teil der Strecke verläuft auf der ehemaligen Trasse der Thayatalbahn. Den Abschnitt  von Dobersberg nach Slavonice sind wir vergangenes Jahr geradelt. Da uns der Weg gut gefallen hat, wollen wir nun auch die Strecke von Göpfritz an der Wild nach Raabs in Angriff nehmen.

Hinter dem Göpfritzer Bahnhof, am Sägewerk vorbei, befindet sich ein kleiner Parkplatz.

Thayatal-Radweg Göpfritz-Raabs

Hier parken wir das Auto und radeln los.   Thayatal Radweg Göpfritz-Raabs

21 Kilometer geht es nun auf dem ehemaligen Bahndamm entlang.

Manchmal führt der 2,5 Meter breite Weg durch kleine Wälder.

Thayatal-Radweg Göpfritz-Raabs

Meist geht es aber an Feldern vorbei. Ein paar Mal müssen kleinere, zwei Mal auch größere Straßen gequert werden.

Thayatal-Radweg Göpfritz-Raabs

In manchen der alten Stationen sind nun Picknicktische aufgestellt – perfekt für eine Pause.

Thayatal Radweg Göpfritz-Raabs

Wir erreichen Raabs schneller als erwartet, da der Weg meist leicht bergab geht. Da Kleine Dame von der Vorstellung den Weg wieder zurück zu radeln, wenig begeistert ist, fährt Herr Weltentdecker alleine zurück, um das Auto zu holen. Wir gönnen uns in der Zwischenzeit ein Eis am Hauptplatz von Raabs.


Die Tour ist gut geeignet für Kinder. Uns hat jedoch der Teil von Dobersberg nach Slavonice besser gefallen.

Infos zum Radweg: www.thayarunde.eu

Eisenstadt: Schloss, Dom & Torte

Ein schönes Schloss und die Aussicht auf die gleichnamige Torte – wir beschließen nach Eisenstadt zu fahren. Es ist eiskalt und daher äußerst praktisch, dass die Parkgarage nur wenige Schritte vom Schloss Esterházy entfernt liegt.

Zunächst besuchen wir die originell gestaltete Haydn-Ausstellung im Schloss.

Eisenstadt

Um danach die Fußgängerzone entlang bis zum Dom zu spazieren. Die Distanzen sind kurz und daher auch bei kaltem Winterwetter problemlos machbar.

Eisenstadt

Zurück gehen wir durch den wunderschönen Schlosspark und kommen an einem Spielplatz vorbei. Für einen längeren Aufenthalt ist es aber eindeutig zu kalt.

Eisenstadt Schlosspark

Im weitläufigen Park gibt es auch zwei Teiche und eine Orangerie, außerdem einige Hügel, auf denen gerodelt wird.

Schlosspark

Zurück beim Schloss kehren wir noch ins Restaurant gegenüber ein, um uns bei einem Stück Esterházy-Torte vor der Heimfahrt aufzuwärmen.

Eisenstadt Esterhazytorte


Info: Das Schloss Esterházy hat ganzjährig geöffnet (im Winter allerdings nur an den Wochenenden). Von Frühling bis Herbst werden eigene Kinderführungen angeboten. Wer im Inneren fotografieren will, braucht eine Genehmigung, die um zwei Euro bei der Kassa erhältlich ist.

Lienz: alte Römer, rasante Abfahrt

Während unseres Kurzurlaubs in Osttirol wohnen wir in einem Appartement in der Nähe von Lienz. Eine gute Entscheidung. Warum? Rund um die 11.000 Einwohner Stadt gibt es nicht nur schöne Wanderwege, sondern auch abwechslungsreiche Ausflugsziele.

Aguntum

Aguntum bei Lienz

Die Ausgrabungen der römischen Siedlung liegen vier Kilometer östlich von Lienz. Das Museum ist informativ und auch für Kinder spannend. Im Freien können anschließend die Ausgrabungen besichtigt werden. Vom Aussichtsturm hat man einen guten Überblick über das Gelände.

Aguntum bei Lienz

Weitere Infos: www.aguntum.info


Tristacher See

Der einzige Naturbadesee Osttirols liegt ebenfalls nur wenige Kilometer außerhalb von Lienz.

Tristacher See bei Lienz

Am östlichen Ende des Sees befindet sich ein Campingplatz und ein Strandbad, am westlichen das gehobene Parkhotel. Rund um den See führt ein netter Spazierweg.


Galitzenklamm

Von Wasserspielplatz bis Klettersteig – die Möglichkeiten in der Klamm sind vielfältig.

Galitzenklamm Lienz

Während die Klettersteige nur für Geübte mit der geeigneten Ausrüstung geeignet sind, können alle anderen den Wasserschaupfad entlang wandern, im Waldseilpark klettern oder am Wasserspielplatz plantschen.

Galitzenklamm bei Lienz

Weitere Infos: www.galitzenklamm.info


Schloss Bruck und Osttirodler

Nur ein wenig außerhalb des Zentrums liegt das von 1252 bis 1277 errichtete Schloss.

Schloss Bruck, Lienz, Osttirol

Es lohnt sich die unzähligen Stufen auf den Turm hinauf zu gehen: Von oben bietet sich eine gute Aussicht auf Lienz.

Schloss Bruck, Lienz

Gleich daneben befindet sich der Osttirodler – die 2,7 Kilometer lange Sommerrodelbahn von der Moosalm über den Schlossberg in die Hochstein Arena. Die Strecke der Bahn ist ziemlich beeindruckend und verläuft unter anderem durch den Wald und Felsen entlang.

Infos: www.museum-schlossbruck.at bzw. www.osttirodler.at

An eines haben wir allerdings nicht gedacht: die Fahrräder mitzunehmen. Doch wir haben uns vorgenommen, das nachzuholen. Denn sowohl der Drauradweg als auch die zahlreichen Mountainbike-Strecken sind sicherlich ebenfalls einen Urlaub wert.