London: zu Besuch bei Harry P.

Es hat rund eineinhalb Jahre gedauert, aber vor wenigen Wochen haben wir es endlich geschafft: Der dunkle Lord ist besiegt. (Fast) jeden Abend habe ich Kleiner Dame und Großem Bruder Harry Potter vorgelesen, nun sind wir mit dem letzten Band fertig. Während dieser Zeit ist Großer Bruder selbst zum Fan geworden und hat sämtliche Bücher mehrfach gelesen. Der perfekte Zeitpunkt also für einen Städtetrip nach London.

Gleich für unseren ersten Tag haben wir Tickets für die Potter-Studios. Wir reisen öffentlich an. Das geht recht einfach und es ist eigentlich unmöglich Watford Junction, jene Station, an der wir vom Zug in den Bus umsteigen müssen, zu verpassen: Mit uns steigen Dutzende Harrys, mindestens zwanzig Menschen mit Gryffindor-Schal und -Haube, sowie vereinzelt Ravenclaw-, Huffelpuff-  und Slytherin-Anhänger aus. Und auch der Bus selbst ist nicht zu übersehen.

Harry Potter Studios, London

Alleine sind wir natürlich nicht. Bis zu 5.000 Besucher kommen täglich. Da der Eintritt aber an eine Uhrzeit gebunden ist, ist der Gedränge in den Studios nicht so schlimm wie befürchtet.

Nach einem kurzen Film geht es in die große Halle.
Harry Potter Studios London

Dann an unzähligen Filmkulissen vorbei, wie etwa dem Gryffindor-Gemeinschaftsraum,
Harry Potter Studios, London, Great Britain

Dumbledores Büro
Harry Potter Studios, London, Great Britain

und Snapes Klassenzimmer für Zaubertränke.Harry Potter Studios, London, Great Britain

Besonders unheimlich wird es schließlich bei den Riesenspinnen im Verbotenen Wald.Harry Potter Studios, London, Great Britain

Natürlich schlendern wir auch an den Schaufenstern der Winkelgasse vorbei. Harry Potter Studios, Lonodn, Great Britain

Zwischendurch werden Kurse im Zauberstab-Schwingen oder ein Ritt auf einem fliegenden Besen angeboten.

Als Stärkung bestellen wir uns ein Butterbier – die einzige Enttäuschung an diesem Tag. Wir schaffen es nicht, die Kombination aus süßem Saft mit Schlagobers oben drauf auszutrinken.

Und nach drei spannenden Stunden können natürlich auch wir zum Abschluss im riesigen Souvenir-Shop nicht widerstehen.

Wir verlassen begeistert die Studios. Doch eine Frage bleibt: Was sollen wir ab jetzt nach so vielen Monaten mit Harry jeden Abend lesen?

 


Die Tickets sollten unbedingt vorab gekauft werden. In den Ferien sind sie oft schon Wochen im Voraus ausgebucht. Eintrittspreise, Öffnungszeiten und Ticket-Buchung: www.wbstudiotour.co.uk/de

Die Harry Potter Studios liegen rund 30 Kilometer nordwestlich von Londons Zentrum. Die öffentliche Anreise ist aber bequem: Vom Bahnhof Euston mit dem Zug bis Watford Junction und von dort weiter mit dem Shuttle Bus direkt zum Eingang.

Slowakei: Seen, Höhle & ein Drache

Nach Banská Štiavnica und dem Besuch der eindrucksvollen Zipser Burg zieht es uns in die Berge. Der Nationalpark Hohe Tatra an der Grenze zu Polen zählt sicherlich zu den bekanntesten Regionen der Slowakei. 24 Gipfel sind über 2.500 Meter. So hoch wollen wir aber gar nicht hinaus.

Unser Ziel ist Štrbské Pleso. Die Siedlung auf 1.335 Metern ist die höchstgelegene Ortschaft der Slowakei – und sicherlich auch eine der touristisch am besten erschlossenen und meist besuchten. Es gibt riesige Parkplätze und Unmengen an Spaziergängern und Wanderern sind unterwegs. Als wir nach wenigen Gehminuten den See erreichen, wissen wir auch warum: Die Gegend ist wirklich schön.

Wir mieten uns zunächst ein Ruderboot.

Strbske Pleso, Hohe Tatra, Slovakia

Dann spazieren wir eine Runde um den See. Unterwegs sind immer wieder Infotafeln, unter anderem mit Details zu den Bären, die im Nationalpark leben.

Strbske Pleso, Hohe Tatra, Slovakia

Doch ein Gewitter zieht auf und so ist die Zeit in der wunderschönen Gegend leider viel zu kurz.

Von der Hohen geht es weiter in die Niedere Tatra. Zu den Hauptattraktionen hier zählt das Demänovská Tal. Es ist 15 Kilometer lang und vor allem für seine Höhlen bekannt. Es gibt eine Tropfstein- und eine Eishöhle. Wir entscheiden uns für letztere. Vom Parkplatz geht es in rund 15 Minuten hinauf zum Eingang. Die Führung ist auf slowakisch und so bin ich bis zur Hälfte der Höhle nicht sicher, ob wir tatsächlich in der Eis- oder doch in der Tropfsteinhöhle sind. Denn aufgrund des heißen Sommers ist offenbar der Eisanteil in der Höhle zurück gegangen.

Anschließend fahren wir weiter bis zum Ende des Tals. Hier liegt Jasná. Es ist der größte Ski-Ort der Slowakei, wie wir schnell aufgrund der großen Zahl an Liften und Seilbahnen feststellen. Im Ort sind gerade einige Baustellen, etliche neue Hotels entstehen. Und auch hier gibt es einen kleinen See.

Jasna, Slovakia

Wir beschließen noch mit der Seilbahn auf einen der Berge zu fahren und landen so auf dem 2.024 Meter hohen Chopok.

Jasna, Chopok, Slovakia

Kaum sind wir oben, kommt allerdings wieder ein Gewitter und so bleiben wir nur kurz bei den Dachen und beeilen uns, wieder ins Tal zu gelangen.

Slowakei: Burgen und Bergbau

Die Slowakei ist so nahe, aber weiter als nach Bratislava sind wir bisher nicht gekommen. Eigentlich ist es das perfekte Land für einen Roadtrip, denken wir. Es sind Ferien, wir haben Urlaub, packen unsere Sachen und fahren los.

Erster Stopp: Banská Štiavnica

Banska Stiavnica, Slovakia

Die kleine Stadt im Erzgebirge ist seit 1993 UNESCO-Weltkulturerbe. Das Gebiet ist reich an mineralischen Vorkommen und hier wurde die erste Bergbauakademie Europas gegründet.

Der Eingang zum Bergbaumuseum befindet sich am Dreifaltigkeitsplatz.

Banska Stiavnica, Slovakia
Banska Stiavnica, Slovakia

Ein Stück weiter, in einem 500 Jahre alten Goldstollen unter einem der Häuser, wurde die Bank der Liebe“ eingerichtet. Vor dem Haus steht symbolisch eine Sitzbank umgeben von Liebesschlössern.
Banska Stiavnica, Sloakia

Im Haus befinden sich 100.000 Sicherheitsfächer, die Verliebte mieten können, um darin gemeinsame Symbole ihrer Liebe aufzubewahren. Zu kitschig und mit 100 Euro für ein „Fach für immer“ zu teuer, finden wir und gehen lieber in eines der netten Lokale essen, bevor wir weiter fahren, am Nationalpark Niedere Tatra vorbei nach Liptovský Mikuláš .

Es ist das städtische Zentrum der Tatra-Region direkt am Liptau-Stausee. Hier haben wir ein Ferienhäuschen für die nächsten Tage gemietet.

Zweiter Stopp: Spišský hrad (Zipser Burg)

Zipser Burg, Slovakia

Am nächsten Tag geht es weiter zur Zipser Burg. Die Burganlage ist rund 4 Hektar groß und zählt damit zu den größten Europas. Die riesige Anlage ist bereits von weitem zu erkennen.

Das letzte Stück vom Parkplatz geht es zu Fuß bergauf. Von der Burg haben wir einen guten Ausblick auf die Region.

Zipser Burg, Spissky Hrad, Slovakia

Und das Beste: Kleine Dame ist im Glück.

Zipser Burg, Spissky hrad, Slovakia

Seit Monaten möchte sie sich Pfeil und Bogen kaufen. Auf der Burg wird sie nun endlich fündig.

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Allgemeine Infos zur Slowakei: slovakia.travel/de