Tallinn: Mittelalter & Moderne

Unser erster Tag in Tallinn beginnt unfreundlich. Es schneit und stürmt. Wir machen uns daher mit tief ins Gesicht gezogenen Mützen auf in die Altstadt. Auf dem Weg dorthin sehen wir nicht viel, denn wegen des Schneesturms sind unsere Blicke automatisch zu Boden gewandt. Doch plötzlich stehen wir aber vor den eindrucksvollen Stadtmauern mit rund drei Metern Dicke und über zehn Metern Höhe.

Tallinns Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe. Es sind kleine, hübsche Gassen. Außer uns ist kaum jemand unterwegs. Und auch wir beschließen nach kurzer Zeit: auf ins Kaffeehaus zum Aufwärmen.

Tallinn, Estonia

Als wir es wieder verlassen, hat der Schneesturm aufgehört und die Sonne scheint. Wir spazieren zum Rathausplatz (schön)

Tallinn, Estonia

und auf den Domberg (noch schöner). Hier stehen die Alexander-Newski-Kathedrale und die Domkirche St. Marien. Gleich in der Nähe führt ein Weg zum Kanonenturm, einem weiteren Abschnitt der Stadtmauer und dem Garten des dänischen Königs, in dem einige übergroße Mönchstatuen stehen.

Tallinn, Estonia

Den Nachmittag verbringen wir außerhalb der Stadtmauern im modernen Meeresmuseum, das im ehemaligen Wasserflugzeughangar errichtet wurde.

Estnisches Meeresmuseum, Tallinn, Estonia

Es gibt ein U-Boot zu besichtigen und unzählige interaktive Stationen. Lange bleiben wir bei einem Becken mit ferngesteuerten Booten, probieren Flug- und Bootsimulatoren aus und malen Fische, die dann weniger später als Projektion auf einer Wand erscheinen.

Estnisches Meeresmuseum, Tallinn, Estonia

Die Zeit vergeht schnell und wir verlassen das Museum erst drei Stunden später, als es schließt. Der unfreundliche Start in den Tag ist ohnehin schon längst vergessen.