Zur Buschberghütte

Das Besondere am Weinviertel sind seine sanften Hügel. Einer davon ist der Buschberg. Mit 491 Metern ist er die höchste Erhebung der Leiser Berge.

Wir starten vom Parkplatz, der unterhalb der Wallfahrtskirche am Oberleiser Berg liegt. 

Es ist noch früh und wenig los, daher machen wir gleich einen Abstecher zur Aussichtswarte. Die Warte hat zwar nicht geöffnet, aber auch von unten haben wir einen herrlichen Ausblick über das Weinviertel und sogar bin zu Schneeberg und Rax.

Danach gehen wir zurück Richtung Parkplatz und folgen den Wegweisern zum Buschberg.

Die Römerwegbrücke führt über die Bundesstraße. Anschließend geht es durch die kleine Ortschaft und schließlich bergauf bis zum Plateau.

So gut wie immer sichtbar ist die riesige weiße Kuppel des Radars der Austrocontrol. Direkt unterhalb davon befinden sich auf 480 Metern Seehöhe die Buschberghütte, die am niedrigsten gelegene Alpenvereinshütte.

Am Plateau befindet sich zudem einige Steinskulpturen.

Schließlich wandern wir noch kurz durch einen Wald und einige Meter steil bergauf, bis wir schließlich das Gipfelkreuz erreichen. Auf der anderen Seite geht es kurz bergab zur Buschberghütte. 

Zurück folgen wir einfach den Wegweisern nach Oberleis.


Schwierigkeit: leicht; nur die letzten Meter zum Gipfelkreuz geht es ein kleines Stück steil bergauf; bei der Buschberghütte gibt es einen Spielplatz

Länge: ca. 9 km

Wetter: am besten im Frühling und Herbst, da es am Plateau kaum Schatten gibt

Ausgangs- und Endpunkt: Parkplatz unterhalb der Wallfahrtskirche Oberleis

Reisereportagen Magazin News

Hier findet ihr eine Auswahl an Reiseberichten, die ich für das Magazin News geschrieben habe. Um sie zu lesen, einfach auf das Bild klicken:

Oberösterreich: Traunkirchen – News 21/21


Oberösterreich: St. Wolfgang – News 42/20


Tirol: Pillerseetal – News 37/20


Tirol: Wilder Kaiser – News 35/20 


Deutschland: Schwarzwald – News 32+33/2020


Slowenien: Triglav Nationalpark und Soca-Tal – News 30/20


Salzburg: Zell am See – News 29/20


Wien/Niederösterreich: Nationalpark Donau-Auen – News 27/20


Salzburg: Biken in Leogang – News 23/20


Oberösterreich: Hallstatt – News 19/20


Steiermark: Altaussee – News 08/20


Tirol: Hochfilzen – News 6/20


Italien: Sterzing – News 43/19


Griechenland: Costa Navarino – News 41/19


Deutschland: Allgäu – News 40/2019


Frankreich: Elsass – News 35/19


Kreuzfahrt: MSC – News 31/19


Deutschland: Elbsandsteingebirge – News 29/19


Frankreich: Bordeaux – News 24+25/19


Südkorea: Roadtrip – News 23/19


Österreich: Wien für Wiener – News 20/19


Niederösterreich: St. Pölten – News 14/19


Norwegen: Hurtigruten – News 43+44/18


Thailand: Khao Lak und Bangkok – News 51+52/17

St. Pöltens Seen

Es beginnt gar nicht gut. Kaum sind die Fahrräder abgeladen, merken wir: Ein Reifen hat einen Platten und wir haben das Flickzeug vergessen.

Ich stelle mich schon darauf ein, den Radausflug zu beenden, noch bevor er begonnen hat. Doch der hilfsbereite Wirt des Naturfreunde Bootshaus, neben dem sich der Parkplatz und damit unser Ausgangspunkt befindet, rettet unseren Tag. Er borgt uns Flickzeug.

Und so radeln wir schließlich doch los Richtung Norden. Der Weg ist leicht zu finden, schließlich führt er immer der Traisen entlang.

Nach ein paar Kilometern erreichen wir das Landhausviertel.

Hier befindet sich unter anderem das Landtagsgebäude. Das Viertel wurde am zuvor unverbauten Ufer der Traisen neu errichtet, nachdem St. Pölten 1986 Landeshauptstadt Niederösterreichs wurde. Die Eröffnung war schließlich im Jahr 1997.

Direkt entlang des Weges liegt auch eines der Wahrzeichen St. Pöltens, der Klangturm.

Er ist – inklusive Antenne – 77 Meter hoch. Ein Lift sowie Treppen führen auf eine Aussichtsplattform.

Weiter geht es bis zum Viehofner See, einem ehemaligen Schottersee.  

Leider ist es noch viel zu kalt, um schwimmen zu gehen. Neben Liegewiesen liegen entlang des Ufers ein Aussichtsturm, sowie das Restaurant Seedose.

Nach einer kurzen Pause fahren wir zurück zum Radweg und nehmen die Brücke über die Traisen in Richtung Fußballstadion.

Das Stadion ist schon von weitem sichtbar. In unmittelbarer Nähe befindet sich der 2. See, der künstlich angelegte Ratzersdorfer See. Das Areal war immer als Naherholungsgebiet geplant. 1973 wurde mit dem Bau begonnen. 1980 war der See fertig. dazu kommen eine Vielzahl von Sportmöglichkeiten, wie Beachvolleyball Platz und Fitness Parcours. 

Wir umrunden den kleinen See, finden einen geeigneten Tisch zum Picknicken und radeln schließlich die Traisen entlang wieder zurück – mit dem Vorsatz, im Sommer wieder zu kommen.


Schwierigkeit: Perfekt für Familien geeignet. Sehr abwechslungsreich und die Länge kann nach Belieben variiert werden.

Ausgangspunkt: Beim Parkplatz in der Nähe des Naturfreunde Bootshaus. Dann einfach dem Traisental-Radweg Richtung Norden folgen.

Länge: Insgesamt rund 15 Kilometer. Wer länger fahren will, kann einfach den Radweg weiter entlang fahren. Der Traisental-Radweg führt auf 111 Kilometern von Mariazell nach Traismauer.

Waldviertel: Unterwegs mit dem Hundeschlitten

Minus zehn Grad sollte es an diesem Wochenende bekommen. Eiskalt also und damit perfekt für einen Ausflug ins Waldviertel, um eine Hundeschlittentour zu unternehmen. 

Meine letzte Hundeschlittentour liegt 20 Jahre zurück. Damals arbeitete ich den Winter über auf einer Huskyfarm in Lappland. Dort gab es über 200 Hunde. Angeboten wurden nicht nur Tagesausflüge, sondern auch tagelange Touren durch die Wildnis. Doch letztlich musste ich mir schließlich eingestehen, dass ich wohl nicht die perfekte Person für diesen Job war. Denn auch nach einiger Zeit schaffte ich es nicht, die Hunde auseinanderzuhalten. Außerdem sanken die Temperaturen auf bis zu 35 Grad unter Null und lagen damit deutlich außerhalb meines persönlichen Wohlfühlbereichs. Seither also keine Hundeschlittentouren mehr.

Wir haben Glück, denn normalerweise sind die Hundeschlittenkurse über Wochen ausgebucht. Da aber jemand abgesagt hatte, bekommen wir kurzfristig einen Platz. Franz Steindl von der Huskyranch im Waldviertel besitzt dreizehn Hunde. Er bietet Schnupperkurse genauso an, wie Wanderungen mit den Huskys. Er nimmt keine großen Gruppen, sondern die Kurse finden im kleinen Rahmen statt.

Auf einer großen Wiese mitten in den Hügeln des Waldviertels werden die Hunde aus dem Anhänger zu ihrem Platz geführt, angehängt, begrüßt…

Waldviertel Husky

… und natürlich gestreichelt.

Hundeschlitten Waldviertel

Die Hunde sind unruhig. Man merkt: Sie wollen los. Also werden nach dem Kennenlernen die Wagen – für die Schlitten liegt dann doch zu wenig Schnee – vorbereitet. Die Bremsen sind zwar gesetzt, aber die Kraft der Huskys ist unglaublich. Sie ziehen, zerren und bellen. Sie können es nicht erwarten, loszulaufen.

Husky Waldviertel

Beim Lösen der Bremsen macht es einen großen Ruck und das Bellen verstummt schlagartig. Rundherum verschneite Landschaft, sonst nichts. Und ich gestehe, ich habe vergessen, wie einzigartig es sich anfühlt, gezogen von den Hunden durch wunderschöne Winterlandschaften zu düsen. Der Fahrtwind ist bitterkalt. Aber das ist schnell vergessen.

Bergauf laufen wir mit, um die Hunde zu entlasten. Bergab muss gefühlvoll gebremst werden, um auf dem teilweise vereisten Forstweg zu bleiben.

Das Zeitgefühl geht verloren, doch irgendwann sind wir wieder zurück. Wir spannen die Hunde ab und geben ihnen Wasser zu trinken. Sie wirken zufrieden.

Huskyranch Waldviertle

Wir verabschieden uns und machen uns auf den Heimweg. Und dabei gibt es – zu meinem Leidwesen – nur ein Thema: Herr Weltentdecker und die Kinder wollen unbedingt und sofort einen Hund. 

Infos: www.huskyranch.at

Südkorea: Wandern im Seoraksan-Nationalpark

Wandern und Golfen zählen in Südkorea zu den beliebtesten Sportarten. Das wird auch jedes Mal beim Betreten eines großen Einkaufzentrums deutlich. Diesen beiden Sportarten ist meist ein ganzes Stockwerk gewidmet, in denen sich Geschäfte sämtlicher nationaler und internationaler Sportausrüster befinden.

Der Seoraksan-Nationalpark im Nordosten des Landes zählt mit seinen zerklüfteten Felsen zu den schönsten und beliebtesten Wandergebieten Südkoreas. Hier wachsen 1.400 unterschiedliche Pflanzen (darunter auch das Edelweiß) und leben fast 2.000 Tierarten.

Wir entscheiden uns für eine einfache, aber wunderschöne Wanderung durch das Cheonbuldong-Tal.

Schon wenige hundert Meter nach dem Parkeingang wacht der Große Buddha der Wiedervereinigung über das Tal.

Seoraksan-Nationalpark, Southkorea

Der Bronze-Buddha ist 14 Meter hoch, gleich dahinter befindet sich der Singheungsa-Tempel.

Seoraksan Nationalpark, South Korea

Seoraksan-Nationalpark, Südkorea

Von dort startet der Weg in das Tal. Er führt entlang eines Baches. Da gerade Frühling ist, blühen viele der Bäume und Sträucher.

Seoraksan-Nationalpark, South Korea

Der Weg ist leicht zu finden und gut beschildert. Unterwegs kommen wir immer wieder an Tafeln eines Naturlehrpfades vorbei.

Hiking Seoraksan-Nationalpark, South Korea

Insgesamt führt der Weg rund zwölf Kilometer vom Eingang auf den 1.708 Meter hohen Daecheongbong. Doch irgendwann wird es immer steilen und wir beschließen nach gut 1,5 Stunden umzudrehen.

Zurück beim Eingang nehmen wir dann noch die Seilbahn. Aus der Seilbahn bietet sich eine wunderschöner Sicht auf den Großen Buddha und die Tempelanlage im Tal.

Seoraksan-Nationalpark, South Korea

Und von der Bergstation haben wir einen Ausblick bis zum Japanischen Meer.

Seoraksan-Nationalpark, Südkorea

Nach nur wenigen Minuten Wanderung befinden wir uns Mitten in den Felsen des Seoraksan –
Seoraksan-Nationalpark, Südkorea

einem eindrucksvollen und abwechslungsreichen Nationalpark.


Der Nationalpark wird eine Stunde vor Sonnenaufgang geöffnet und schließt eine Stunde nach Sonnenuntergang. Es gibt sogar einige Berghütten, auf denen man bei längeren Wanderungen übernachten kann. Diese haben wir allerdings nicht besucht. Infos zu den Koreanischen Nationalparks.

Wir übernachteten etwas außerhalb des Parks im HK Resort Sokcho in einem kleinen Appartement.

DMZ: Ein Blick nach Nordkorea

Wer an Südkorea denkt, denkt unweigerlich auch an den Norden der geteilten Halbinsel. Nordkorea ist das Land, von dem kaum etwas bekannt ist und dessen Diktator Kim Jong-un die Welt mit seinen Atomtest und Drohungen immer wieder in Angst und Schrecken versetzt.

Nord- und Südkorea befinden sich nach wie vor offiziell im Kriegszustand. Die Südkoreaner haben sich an die ständige Bedrohung irgendwie gewöhnt und einen Tourismuszweig entwickelt – Reisen in die DMZ. Denn ein Ausflug in die demilitarisierte Zone (DMZ), also in jenen Streifen, der sich zwei Kilometer nördlich und südlich der Grenze erstreckt, gehört für Touristen meist zu ihrem Südkorea-Besuch.

DMZ Südkorea

Eine Möglichkeit ist eine gebuchte Tour von Seoul aus. Geworben wird mit dem Slogan „Visit DMZ before it is too late“. Auch Tourguide Katie hofft auf eine baldige Wiedervereinigung.

Mit dem Bus geht es in rund einer Stunde zunächst zum 3. Angriffs-Tunnel.

DMZ South Korea

Dieser Tunnel ist einer von vier, die von den Nordkoreanern gegraben wurden. Pro Stunden hätten 10.000 Soldaten durch ihn nach Südkorea gelangen sollen. Mittlerweile ist er eine große Touristenattraktion und dementsprechend viele Menschen tummeln sich auf dem schmalen Weg hinab. Zunächst geht es 350 Meter auf einem neu errichteten Zugangstunnel bergab, dann noch 265 Meter weiter bis zur 3. Barrikade. Denn der Tunnel wurde durch drei Beton-Barrikaden verschlossen. Weiter zu gehen, ist verboten. Fotografieren ebenfalls.

Der nächste Stopp ist eine Aussichtsplattform inklusive Ferngläsern. Hier ist ein Blick nach Nordkorea möglich. Bei gutem Wetter weiter, wir sehen aufgrund des Nebels nur bis knapp hinter die Grenze. Aber auf einem Modell im Inneren sind die wichtigsten Punkte dargestellt.

DMZ Südkorea

Der nächste Stopp ist der Bahnhof Dorasan. Er wurde in der Hoffnung gebaut, dass hier Züge von und nach Nordkorea ankommen und abfahren werden. Allerdings kommen bisher täglich nur zwei Züge mit Touristen aus Seoul hier an.

Blick nach Nordkorea

In der DMZ befinden sich auch Lagerhallen für Produkte aus Nordkorea. Derzeit sind sie alle leer. Als das Verhältnis von Nord- und Südkorea besser war, wurden hier vor allem Textilien aus dem Norden zwischengelagert.

Die Tour war informativ, einzig die Zeit bei den einzelnen Stationen ist etwas zu kurz bemessen und daher beschließen wir noch ein 2. Mal in die DMZ zu fahren. Dieses Mal bei Goseong ganz im Osten Koreas und ohne Tour, dafür mit unserem Mietauto.

DMZ Goseong

Prinzipiell ist es auch ohne Guide problemlos möglich, das Gebiet zu besuchen. Wichtig ist allerdings, dass man sich zuvor registriert.

DMZ GoseongFür das Formular gibt es glücklicherweise eine englische Ausfüllhilfe…

Anschließend passiert man einen Checkpoint. In der DMZ wurde ein wirklich sehenswertes Museum über den Koreakrieg errichtet und einen Kilometer weiter steht eine riesige Aussichtsplattform.

DMZ Goseong

Auf alle Fälle sollte für den wirklich interessanten Ausflug in die DMZ bei Goseong ein halber Tag eingeplant werden.


Das Gebäude für die Registrierung für die DMZ bei Goseong haben wir nicht auf Anhieb gefunden. Man muss dafür einige Kilometer vor dem Checkpoint vor dem Tunnel die Hauptstraße verlassen. Das Gebäude gleicht eher einer Markthalle als einer offiziellen Stelle.

Die DMZ-Tour von Seoul aus haben wir über getyourguide.at gebucht und waren sehr zufrieden damit.

Yongma Land: Seouls verlassener Vergnügungspark

Yongma Land wurde 1983 eröffnet und ist eigentlich seit 2011 wieder geschlossen. Die Verluste des familienfreundlichen Vergnügungsparks im Nordosten Seouls waren zu groß. Seither verfällt der Park zunehmend. Doch mit der Zeit kam ein neues Publikum an diesen bizarren Ort : Ein Filmstudio siedelte sich an, Hochzeitspaare wählen die vor sich hin rostenden Fahrgeschäfte als Kulisse für ihre Fotos und schließlich drehten hier auch einige K-Pop-Stars hier ihre Videos.

Ganz geschlossen ist der Vergnügungspark also noch nicht. Wer 10.000 Won (rund 8 Euro) Eintritt bezahlt, kann ihn nach wie vor betreten.

Yongma-Land 52

Die Atmosphäre ist einfach einzigartig und man kann sich gut vorstellen, wie es hier war, als sich das Karussell tatsächlich noch drehte…

Yongma-Land 17

…die Schiffsschaukel hin und her schwang…

Yongma-Land 43

…das Autodrom funktionierte…

Yongma-Land 55

…und der Drache den Gästen einen Schreck einjagte.

Yongma-Land 59

 

 

 

 

Traditionell, modern, verrückt

Seoul – Hauptstadt Südkoreas und in Reichweite der nordkoreanischen Raketen. Recht viel mehr wusste ich eigentlich nicht über die Millionen-Metropole, bevor wir beschlossen hatten nach Südkorea zu reisen.

Doch je mehr ich über die Stadt las, desto sicherer war ich: Seoul ist wahnsinnig spannend. Und tatsächlich. Wir wurden nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Wir hatten eindeutig zu wenig Zeit – auch, wenn die Zahl an klassischen Sehenswürdigkeiten überschaubar ist.

Zu den klassischen Sehenswürdigkeiten zählt etwa die traditionellen Paläste. Es gibt fünf davon in Seoul. Wir entscheiden uns für den Gyeongbokgung, den Palast der Strahlenden Glückseligkeit.

Gyeongbokgung Palast, Seoul, Southkorea

Der weitläufigste der Paläste in Seoul wurde 1395 durch Kaiser Taejo fertig gestellt. Es ist Sonntag, als wir den Palast besuchen, die Kirschbäume blühen und daher kommen auch viele Koreaner in ihren traditionellen Kleidern zum Fotoshooting in die Parks des Palastes.

Gyeongbokgung Palast, Seoul, Southkorea

Gyeongbokgung Palast, Seoul, Southkorea

Seoul, South Korea

Die Anlage ist riesig und es ist wie eine Zeitreise in die Vergangenheit. Doch sobald wir den Palast durch das Haupttor verlassen, sind wir wieder zurück in der pulsierenden Stadt mit ihren unzähligen Hochhäusern.

Gyeongbokgung Palast, Seoul, Korea

Seoul, Korea

Seoul, Korea

Nur wenige hundert Meter entfernt und damit gut zu Fuß erreichbar, ist der Cheonggye-Fluss. Früher eine Kloake, über die eine doppelstöckige Schnellstraße führte, wurde 2003 mit der Revitalisierung begonnen und ein wunderbarer Erholungsraum in der Großstadt geschaffen.

Cheonggye-Fluss, Seoul, Korea

Cheonggye River, Seoul, Korea

Rund sechs Kilometer kann man jetzt am Ufer entlang spazieren. Immer wieder gibt es kleine Brücken oder Steine im Wasser, über die man hüpfen und die Seite wechseln kann.

Cheonggye-Fluss, Seoul, Korea

Vom Fluss ist es auch nicht weit zum Namdaemun-Markt. Hier ist Seoul so, wie man sich eine asiatische Großstadt vorstellt: Garküchen, Straßenhändler, die alles mögliche – darunter natürlich auch Ginseng-Wurzeln in allen erdenklichen Varianten – verkaufen und Unmengen an Menschen.

Namdaemum-Markt, Seoul, Korea

Als wir schließlich dem Gewusel des Marktes entfliehen, geraten wir gleich in die nächste Menschenansammlung: Zehntausende Menschen demonstrieren für die Freilassung einer in Nordkorea inhaftierten Südkoreanerin.

Demo in Seoul, Korea

Und es wird nicht die einzige Demonstrationen bleiben, die wir in Seoul miterleben.

Dann gibt es aber in Seoul auch Attraktionen, die für uns dann doch etwas schräg sind: Poopoo-Land etwa. Der Name ist Programm.

Seoul, Southkorea

Poopooland

Oder Yongma Land, ein verfallener Vergnügungspark. Aber dazu später in einem Blog-Eintrag mehr.

London: zu Besuch bei Harry P.

Es hat rund eineinhalb Jahre gedauert, aber vor wenigen Wochen haben wir es endlich geschafft: Der dunkle Lord ist besiegt. (Fast) jeden Abend habe ich Kleiner Dame und Großem Bruder Harry Potter vorgelesen, nun sind wir mit dem letzten Band fertig. Während dieser Zeit ist Großer Bruder selbst zum Fan geworden und hat sämtliche Bücher mehrfach gelesen. Der perfekte Zeitpunkt also für einen Städtetrip nach London.

Gleich für unseren ersten Tag haben wir Tickets für die Potter-Studios. Wir reisen öffentlich an. Das geht recht einfach und es ist eigentlich unmöglich Watford Junction, jene Station, an der wir vom Zug in den Bus umsteigen müssen, zu verpassen: Mit uns steigen Dutzende Harrys, mindestens zwanzig Menschen mit Gryffindor-Schal und -Haube, sowie vereinzelt Ravenclaw-, Huffelpuff-  und Slytherin-Anhänger aus. Und auch der Bus selbst ist nicht zu übersehen.

Harry Potter Studios, London

Alleine sind wir natürlich nicht. Bis zu 5.000 Besucher kommen täglich. Da der Eintritt aber an eine Uhrzeit gebunden ist, ist der Gedränge in den Studios nicht so schlimm wie befürchtet.

Nach einem kurzen Film geht es in die große Halle.
Harry Potter Studios London

Dann an unzähligen Filmkulissen vorbei, wie etwa dem Gryffindor-Gemeinschaftsraum,
Harry Potter Studios, London, Great Britain

Dumbledores Büro
Harry Potter Studios, London, Great Britain

und Snapes Klassenzimmer für Zaubertränke.Harry Potter Studios, London, Great Britain

Besonders unheimlich wird es schließlich bei den Riesenspinnen im Verbotenen Wald.Harry Potter Studios, London, Great Britain

Natürlich schlendern wir auch an den Schaufenstern der Winkelgasse vorbei. Harry Potter Studios, Lonodn, Great Britain

Zwischendurch werden Kurse im Zauberstab-Schwingen oder ein Ritt auf einem fliegenden Besen angeboten.

Als Stärkung bestellen wir uns ein Butterbier – die einzige Enttäuschung an diesem Tag. Wir schaffen es nicht, die Kombination aus süßem Saft mit Schlagobers oben drauf auszutrinken.

Und nach drei spannenden Stunden können natürlich auch wir zum Abschluss im riesigen Souvenir-Shop nicht widerstehen.

Wir verlassen begeistert die Studios. Doch eine Frage bleibt: Was sollen wir ab jetzt nach so vielen Monaten mit Harry jeden Abend lesen?

 


Die Tickets sollten unbedingt vorab gekauft werden. In den Ferien sind sie oft schon Wochen im Voraus ausgebucht. Eintrittspreise, Öffnungszeiten und Ticket-Buchung: www.wbstudiotour.co.uk/de

Die Harry Potter Studios liegen rund 30 Kilometer nordwestlich von Londons Zentrum. Die öffentliche Anreise ist aber bequem: Vom Bahnhof Euston mit dem Zug bis Watford Junction und von dort weiter mit dem Shuttle Bus direkt zum Eingang.

Slowakei: Seen, Höhle & ein Drache

Nach Banská Štiavnica und dem Besuch der eindrucksvollen Zipser Burg zieht es uns in die Berge. Der Nationalpark Hohe Tatra an der Grenze zu Polen zählt sicherlich zu den bekanntesten Regionen der Slowakei. 24 Gipfel sind über 2.500 Meter. So hoch wollen wir aber gar nicht hinaus.

Unser Ziel ist Štrbské Pleso. Die Siedlung auf 1.335 Metern ist die höchstgelegene Ortschaft der Slowakei – und sicherlich auch eine der touristisch am besten erschlossenen und meist besuchten. Es gibt riesige Parkplätze und Unmengen an Spaziergängern und Wanderern sind unterwegs. Als wir nach wenigen Gehminuten den See erreichen, wissen wir auch warum: Die Gegend ist wirklich schön.

Wir mieten uns zunächst ein Ruderboot.

Strbske Pleso, Hohe Tatra, Slovakia

Dann spazieren wir eine Runde um den See. Unterwegs sind immer wieder Infotafeln, unter anderem mit Details zu den Bären, die im Nationalpark leben.

Strbske Pleso, Hohe Tatra, Slovakia

Doch ein Gewitter zieht auf und so ist die Zeit in der wunderschönen Gegend leider viel zu kurz.

Von der Hohen geht es weiter in die Niedere Tatra. Zu den Hauptattraktionen hier zählt das Demänovská Tal. Es ist 15 Kilometer lang und vor allem für seine Höhlen bekannt. Es gibt eine Tropfstein- und eine Eishöhle. Wir entscheiden uns für letztere. Vom Parkplatz geht es in rund 15 Minuten hinauf zum Eingang. Die Führung ist auf slowakisch und so bin ich bis zur Hälfte der Höhle nicht sicher, ob wir tatsächlich in der Eis- oder doch in der Tropfsteinhöhle sind. Denn aufgrund des heißen Sommers ist offenbar der Eisanteil in der Höhle zurück gegangen.

Anschließend fahren wir weiter bis zum Ende des Tals. Hier liegt Jasná. Es ist der größte Ski-Ort der Slowakei, wie wir schnell aufgrund der großen Zahl an Liften und Seilbahnen feststellen. Im Ort sind gerade einige Baustellen, etliche neue Hotels entstehen. Und auch hier gibt es einen kleinen See.

Jasna, Slovakia

Wir beschließen noch mit der Seilbahn auf einen der Berge zu fahren und landen so auf dem 2.024 Meter hohen Chopok.

Jasna, Chopok, Slovakia

Kaum sind wir oben, kommt allerdings wieder ein Gewitter und so bleiben wir nur kurz bei den Dachen und beeilen uns, wieder ins Tal zu gelangen.