Südkorea: Wandern im Seoraksan-Nationalpark

Wandern und Golfen zählen in Südkorea zu den beliebtesten Sportarten. Das wird auch jedes Mal beim Betreten eines großen Einkaufzentrums deutlich. Diesen beiden Sportarten ist meist ein ganzes Stockwerk gewidmet, in denen sich Geschäfte sämtlicher nationaler und internationaler Sportausrüster befinden.

Der Seoraksan-Nationalpark im Nordosten des Landes zählt mit seinen zerklüfteten Felsen zu den schönsten und beliebtesten Wandergebieten Südkoreas. Hier wachsen 1.400 unterschiedliche Pflanzen (darunter auch das Edelweiß) und leben fast 2.000 Tierarten.

Wir entscheiden uns für eine einfache, aber wunderschöne Wanderung durch das Cheonbuldong-Tal.

Schon wenige hundert Meter nach dem Parkeingang wacht der Große Buddha der Wiedervereinigung über das Tal.

Seoraksan-Nationalpark, Southkorea

Der Bronze-Buddha ist 14 Meter hoch, gleich dahinter befindet sich der Singheungsa-Tempel.

Seoraksan Nationalpark, South Korea

Seoraksan-Nationalpark, Südkorea

Von dort startet der Weg in das Tal. Er führt entlang eines Baches. Da gerade Frühling ist, blühen viele der Bäume und Sträucher.

Seoraksan-Nationalpark, South Korea

Der Weg ist leicht zu finden und gut beschildert. Unterwegs kommen wir immer wieder an Tafeln eines Naturlehrpfades vorbei.

Hiking Seoraksan-Nationalpark, South Korea

Insgesamt führt der Weg rund zwölf Kilometer vom Eingang auf den 1.708 Meter hohen Daecheongbong. Doch irgendwann wird es immer steilen und wir beschließen nach gut 1,5 Stunden umzudrehen.

Zurück beim Eingang nehmen wir dann noch die Seilbahn. Aus der Seilbahn bietet sich eine wunderschöner Sicht auf den Großen Buddha und die Tempelanlage im Tal.

Seoraksan-Nationalpark, South Korea

Und von der Bergstation haben wir einen Ausblick bis zum Japanischen Meer.

Seoraksan-Nationalpark, Südkorea

Nach nur wenigen Minuten Wanderung befinden wir uns Mitten in den Felsen des Seoraksan –
Seoraksan-Nationalpark, Südkorea

einem eindrucksvollen und abwechslungsreichen Nationalpark.


Der Nationalpark wird eine Stunde vor Sonnenaufgang geöffnet und schließt eine Stunde nach Sonnenuntergang. Es gibt sogar einige Berghütten, auf denen man bei längeren Wanderungen übernachten kann. Diese haben wir allerdings nicht besucht. Infos zu den Koreanischen Nationalparks.

Wir übernachteten etwas außerhalb des Parks im HK Resort Sokcho in einem kleinen Appartement.

Soomaa: Durchs gefrorene Moor

Estland ist ein flaches Land und damit perfekt zum Wandern mit Kindern. Der bekannteste und größte der fünf estnischen Nationalparks ist der Lahemaa Nationalpark rund 40 Kilometer östlich von Tallinn. Unsere geplante Route führt jedoch nach Süden, daher entscheiden wir uns für eine Wanderung im Soomaa Nationalpark.

Der 390 km² große Park wurde 1993 eingerichtet. Elche, Wölfe, Luchse und sogar Bären sind hier beheimatet. Riesige Hochmoore und einige Flüsse prägen die Landschaft. Große Teile des Parks sind regelmäßig Anfang des Frühlings überflutet, sodass Einheimische sogar von fünf Jahreszeiten sprechen: Sommer, Herbst, Winter, Überflutung und Frühling.

Bei unserem Besuch liegen die Temperaturen allerdings noch deutlich unter dem Gefrierpunkt. Die Böden sind daher ohnehin gefroren und Überflutungen somit kein Thema.

Der Riisa Moorpfad ist ein schöner, kindertauglicher Rundweg.

Soomaa Nationalpark, Estonia

Die gesamte Tour verläuft auf Bretterpfaden, sich zu verirren ist daher fast unmöglich.

Soomaa Nationalpark, Estonia

Kurze Strecken geht es durch den Wald.

Soomaa Nationalpark, Estonia

Ansonsten wandern wir durch die winterliche Moorlandschaft, vorbei an (noch zugefrorenen) Moorteichen zu einem Aussichtsturm.

Soomaa Nationalpark, Estonia

Vereinzelt zwitschern Vögel und das Knirschen des Schnees unter unseren Schuhen ist zu hören. Und auf der gesamten rund 4,5 Kilometer langen Wanderung treffen wir nur einen einzigen Menschen.


Info: Der Riisa Naturlehrpfad liegt auf der Strecke zwischen Joesuu und dem Nationalpark-Besucherzentrum.

Im Sommer eignet sich die Region hervorragend für Kanutouren.

Rodelpartie im Mürztal

Endlich genug Schnee und alle gesund – eine seltene Kombination diesen Winter. Endlich ein Wochenende zum Rodeln.

Unser Ziel: die Ganzalm im Mürztal.

Rodelpartie Ganzalm

Wir starten vom Parkplatz am Bärenkogelsattel. Der Weg verläuft überwiegend durch den Wald und ist nicht zu verfehlen. Unterwegs kommen wir sogar bei einem geschmückten Weihnachtsbaum vorbei.

Rodelpartie Ganzalm

Nach gut einer Stunde erreichen wir schließlich die 1.381 Meter hoch gelegene Alm inklusive bewirtschafteter Ganzalmhütte.

Rodelpartie Ganzalm

Bei der Hütte borgen wir uns Schlitten aus und dann geht es bergab – drei rasante Kilometer auf der präparierten Rodelbahn.

Rodelpartie Ganzalm

 


Anfahrt: Auf der Semmering-Schnellstraße bis Mürzzuschlag West. Dort dem Wegweiser Richtung Bärenkogel, Ganzalm folgen (auf der Straße zum Bärenkogel gilt im Winter Schneekettenpflicht). Da es nicht allzu viele Parkplätze gibt, können diese an schönen Wochenenden durchaus knapp werden.

Auf der Ganzalmhütte können um 2 Euro Rodeln ausgeborgt werden. Wieder beim Parkplatz angekommen werden diese einfach in die Scheune dort gestellt.

Die niederösterreichische Wüste

Ja, der Name ist irreführend. Denn Sand gibt es im Naturpark Mannersdorf-Wüste nicht – dafür umso mehr Wald und einen Themenweg für Kinder. Und weil zum Themenweg Stempel-Stationen gehören, waren Kleine Dame und Großer Bruder von Anfang an hellauf von dieser Wanderung begeistert.

Die einzelnen Stationen sind recht nahe beisammen und so sind wir rasch bei der Leopoldskapelle.

Naturpark Wüste

Einige Stationen später gelangen wir zu der wunderschönen Allee, die direkt zur Klosteranlage „St. Anna in der Wüste” führt.

Naturpark Wüste

Das Kloster, das 1644 gegründet wurde, ist leider verschlossen.

Naturpark Wüste

Doch vor dem Areal gibt es ohnehin genug für Kinder: einen Spielplatz, einen Wasserspielplatz, Tiere und ein Hecken-Labyrinth, das durchaus auch für Erwachsene geeignet ist.

Naturpark Wüste

Der Gehzeit vom Parkplatz zum Kloster ist mit einer Stunde angegeben. Wir sind aber deutlich schneller und beschließen daher noch zur Ruine Scharfeneck weiter zu gehen. Der Weg dorthin ist gut beschildert und erstmals geht es nun ein bisschen bergauf. Die Ruine liegt Mitten im Wald. Sie kann leider nicht betreten werden, da sie einsturzgefährdet ist. Trotzdem lohnt es sich, hin zu gehen. Denn am Abend meint Großer Bruder tatsächlich: „Das war heute eine schöne Wanderung.” Und dieser Meinung ist er nicht bei jeder Wanderung.


Infos: www.diewuestemannersdorf.at

Gleich beim Parkplatz liegt das Gasthaus Arbachmühle. Dort gibt es die Stempelkarten gemeinsam mit dem kleinen Büchlein „Anni und Lucas” in der Wüste, mit einer Geschichte zu den Stationen.

Sparbach: zwischen Ruinen und wilden Schweinen

Im Naturpark Sparbach gibt es gleich mehrere Attraktionen: allen voran die frei laufenden Wildschweine und mehrere Ruinen. Und der Park hat noch einen weiteren großen Vorteil: Er liegt nicht weit von Wien entfernt. Daher sind auch wir mindestens einmal jährlich dort. Dieses Mal im Herbst.

Schon wenige Meter nach dem Eingang erreichen wir die Tiergehege. Es gibt Esel, Ziegen und Hasen zum Streicheln und gleich anschließend eine Tafel mit Knöpfen, auf der Tierstimmen angehört werden können.

Naturpark Sparbach

Unmittelbar daneben liegt die Futterstelle der Wildschweine – sie ist gut besucht an diesem Tag. Es wird gegrunzt, gequiekt und um das Futter gestritten.

Wildschweine im Naturpark Sparbach

Eine Tafel bei der Futterstelle verdeutlicht das richtige Verhalten, sollte man den gar nicht so niedlichen Tieren unterwegs begegnen.

Naurpark Sparbach

Wir sehen zunächst keine Wildschweine mehr bis wir den Spielplatz erreichen.

Naturpark Sparbach

Der Spielplatz ist wirklich toll. Er ist riesig, ein kleiner Bach fließt durch, man kann schaukeln, rutschen und klettern. Wir haben hier schon ganze Tage verbracht. Doch dieses Mal wollen wir eine Runde im Naturpark wandern.

Der Naturpark ist optimal zum Wandern schon mit kleinen Kindern, da die Distanzen relativ kurz sind und er reich an Attraktionen ist.

Auf unserem Rundweg erreichen wir die Ruine Johannstein und 25 Minuten später den Dianatempel.

Sparbach 34bearbeitet

Schließlich geht es noch zur Köhlerhausruine und von dort zurück zum Eingang. Und das Wichtigste dabei: Gleich mehrmals treffen wir auf unserem Weg zurück auf Wildschweine.


Infos: Es ist Eintritt zu bezahlen. Die aktuellen Preise finden sich ebenso wie die Anreise und die Öffnungszeiten auf www.naturpark-sparbach.at

Auf der Suche nach dem Großglockner

Vor einigen Monaten wurde mir bewusst, dass ich Österreichs höchsten Berg, den Großglockner, noch nie gesehen habe. Schöner wäre es natürlich einmal auf dem Gipfel zu stehen, doch das ist aufgrund meiner mangelnden Kondition ohnehin unrealistisch. Aber zumindest einmal sehen wäre nett, dachte ich. Da wir außerdem noch nie in Osttirol waren, beschlossen wir, heuer einige Tage unseres Sommerurlaub dort zu verbringen.

Bei unserem ersten Versuch den 3.789 Meter hohen Berg zu Gesicht zu bekommen, fahren wir nach Kals und weiter zum Lucknerhaus, das bereits auf 1.920 Metern liegt. Schnell wird offensichtlich, was der Wetterbericht ohnedies vorhergesagt hat: Heute werden wir den Großglockner wohl nicht sehen. Dichte Wolken hängen dort, wo der Gipfel ist, und es nieselt. Dennoch machen wir uns auf den Weg zur Lucknerhütte.

Der Weg dorthin ist breit, geschottert und nicht zu verfehlen.

Lucknerhütte Großglockner

Lucknerhütte Großglockner

Unterwegs kommen wir an einigen Stationen eines Naturlehrpfades vorbei. Aufgrund des Wetters bleiben wir allerdings immer nur sehr kurz stehen.

Lucknerhütte Großglockner

So kommen wir schnell höher, wie ein Blick zurück zeigt.

Lucknerhütte Großglockner

Nach etwa einer Stunde kommen wir bei der Lucknerhütte an.

Lucknerhütte Großglockner

Als wird die Hütte wieder verlassen, ist die Frage, ob wir weiter zur nächsten Hütte, der Stüdlhütte, gehen sollen, schnell geklärt: Es schneit….

Also starten wir am nächsten Tag Versuch 2. Es ist der Tag unserer Abreise und wir nehmen die Großglockner Hochalpenstraße. Schon bald sehen wir den Großglockner zum ersten Mal.

Großglockner Hochalpenstraße

Voller Vorfreude schlängeln wir uns die Serpentinen weiter empor. Bei der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe angekommen sind wir zunächst erstaunt: Ein vierstöckiges Parkdeck auf 2.369 Metern Höhe. Aber von dort sehen wir nun den Großglockner ziemlich nahe. Ein wirklich beeindruckender Anblick.

Mönichkirchen: Schaukelweg auf der Alm

Zwei bis zweieinhalb Stunden für den nicht einmal drei Kilometer langen Schaukelweg sind angeschrieben. So lange werden wir doch nie brauchen, denke ich.

Es ist ziemlich heiß, daher nehmen wir den Sessellift und sind so in Kürze am Mönichkirchner Schwaig, im Winter ein kleines Skigebiet, im Sommer eine  Wanderregion. Mönichkirchen

Gleich neben der Bergstation startet der Schaukelweg und bis zu Station Nummer 1, dem Zielspringen, sind es nur wenige Meter. Die Schaukel ist groß, die Zielscheibe weit entfernt. Großer Bruder beginnt. Er schaukelt und schaukelt, springt ab – und liegt der Länge nach im Schotter. Doch mit den Fingerspitzen berührt er immerhin die Zielscheibe und gewinnt damit. Denn weder kleine Dame und schon gar nicht wir Erwachsenen schaffen es annähernd so weit. Also gehen wir weiter.

Nach einigen Stationen gelangen wir zum Milchkannen-Kegeln und setzen die Wanderungen erst fort, als es tatsächlich jeder geschafft hat, alle Kannen umzuwerfen.

Mönichkirchen

Aber es sind nicht nur die Schaukeln originell, auch die Aussicht ist recht schön.

Mönichkirchen

Bergab geht es dann per Rutsche…

Mönichkirchen

… und über einen Balancier-Parcours durch den Wald.

Mönichkirchen

Wieder bei der Bergstation angekommen, stellen wir erstaunt fest: Wir haben tatsächlich 2,5 Stunden für den Weg gebraucht. Zurück zur Talstation nehmen wir das Mountaincart, das beim Lift ausgeborgt werden kann. Damit fahren wir auf einem extra dafür angelegten Schotterweg zurück zum Parkplatz.

Mönichkirchen


Infos zum Sessellift und den Mountaincarts gibt es unter: www.erlebnisalm.com