Slowakei: Seen, Höhle & ein Drache

Nach Banská Štiavnica und dem Besuch der eindrucksvollen Zipser Burg zieht es uns in die Berge. Der Nationalpark Hohe Tatra an der Grenze zu Polen zählt sicherlich zu den bekanntesten Regionen der Slowakei. 24 Gipfel sind über 2.500 Meter. So hoch wollen wir aber gar nicht hinaus.

Unser Ziel ist Štrbské Pleso. Die Siedlung auf 1.335 Metern ist die höchstgelegene Ortschaft der Slowakei – und sicherlich auch eine der touristisch am besten erschlossenen und meist besuchten. Es gibt riesige Parkplätze und Unmengen an Spaziergängern und Wanderern sind unterwegs. Als wir nach wenigen Gehminuten den See erreichen, wissen wir auch warum: Die Gegend ist wirklich schön.

Wir mieten uns zunächst ein Ruderboot.

Strbske Pleso, Hohe Tatra, Slovakia

Dann spazieren wir eine Runde um den See. Unterwegs sind immer wieder Infotafeln, unter anderem mit Details zu den Bären, die im Nationalpark leben.

Strbske Pleso, Hohe Tatra, Slovakia

Doch ein Gewitter zieht auf und so ist die Zeit in der wunderschönen Gegend leider viel zu kurz.

Von der Hohen geht es weiter in die Niedere Tatra. Zu den Hauptattraktionen hier zählt das Demänovská Tal. Es ist 15 Kilometer lang und vor allem für seine Höhlen bekannt. Es gibt eine Tropfstein- und eine Eishöhle. Wir entscheiden uns für letztere. Vom Parkplatz geht es in rund 15 Minuten hinauf zum Eingang. Die Führung ist auf slowakisch und so bin ich bis zur Hälfte der Höhle nicht sicher, ob wir tatsächlich in der Eis- oder doch in der Tropfsteinhöhle sind. Denn aufgrund des heißen Sommers ist offenbar der Eisanteil in der Höhle zurück gegangen.

Anschließend fahren wir weiter bis zum Ende des Tals. Hier liegt Jasná. Es ist der größte Ski-Ort der Slowakei, wie wir schnell aufgrund der großen Zahl an Liften und Seilbahnen feststellen. Im Ort sind gerade einige Baustellen, etliche neue Hotels entstehen. Und auch hier gibt es einen kleinen See.

Jasna, Slovakia

Wir beschließen noch mit der Seilbahn auf einen der Berge zu fahren und landen so auf dem 2.024 Meter hohen Chopok.

Jasna, Chopok, Slovakia

Kaum sind wir oben, kommt allerdings wieder ein Gewitter und so bleiben wir nur kurz bei den Dachen und beeilen uns, wieder ins Tal zu gelangen.

Slowakei: Burgen und Bergbau

Die Slowakei ist so nahe, aber weiter als nach Bratislava sind wir bisher nicht gekommen. Eigentlich ist es das perfekte Land für einen Roadtrip, denken wir. Es sind Ferien, wir haben Urlaub, packen unsere Sachen und fahren los.

Erster Stopp: Banská Štiavnica

Banska Stiavnica, Slovakia

Die kleine Stadt im Erzgebirge ist seit 1993 UNESCO-Weltkulturerbe. Das Gebiet ist reich an mineralischen Vorkommen und hier wurde die erste Bergbauakademie Europas gegründet.

Der Eingang zum Bergbaumuseum befindet sich am Dreifaltigkeitsplatz.

Banska Stiavnica, Slovakia
Banska Stiavnica, Slovakia

Ein Stück weiter, in einem 500 Jahre alten Goldstollen unter einem der Häuser, wurde die Bank der Liebe“ eingerichtet. Vor dem Haus steht symbolisch eine Sitzbank umgeben von Liebesschlössern.
Banska Stiavnica, Sloakia

Im Haus befinden sich 100.000 Sicherheitsfächer, die Verliebte mieten können, um darin gemeinsame Symbole ihrer Liebe aufzubewahren. Zu kitschig und mit 100 Euro für ein „Fach für immer“ zu teuer, finden wir und gehen lieber in eines der netten Lokale essen, bevor wir weiter fahren, am Nationalpark Niedere Tatra vorbei nach Liptovský Mikuláš .

Es ist das städtische Zentrum der Tatra-Region direkt am Liptau-Stausee. Hier haben wir ein Ferienhäuschen für die nächsten Tage gemietet.

Zweiter Stopp: Spišský hrad (Zipser Burg)

Zipser Burg, Slovakia

Am nächsten Tag geht es weiter zur Zipser Burg. Die Burganlage ist rund 4 Hektar groß und zählt damit zu den größten Europas. Die riesige Anlage ist bereits von weitem zu erkennen.

Das letzte Stück vom Parkplatz geht es zu Fuß bergauf. Von der Burg haben wir einen guten Ausblick auf die Region.

Zipser Burg, Spissky Hrad, Slovakia

Und das Beste: Kleine Dame ist im Glück.

Zipser Burg, Spissky hrad, Slovakia

Seit Monaten möchte sie sich Pfeil und Bogen kaufen. Auf der Burg wird sie nun endlich fündig.

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Allgemeine Infos zur Slowakei: slovakia.travel/de

Ein Tag in Bratislava

Nicht einmal 80 Kilometer von Wien entfernt liegt die slowakische Hauptstadt Bratislava. Eine gute Entfernung für einen Tagesausflug.

Zunächst machen wir Halt in Devin, einem Stadtteil von Bratislava, direkt an der slowakisch-österreichischen Grenze.

Burg Devin bei Bratislava, Slowakei, Slovakia

Dieser Ort spielte bereits im Römischen Reich eine wichtige Rolle. Denn hier war eine Grenzstation, die das nahegelegene Carnuntum schützen sollte.

Von der Ruine aus beobachten wir, wie die March in die Donau fließt, wie sich die unterschiedlich gefärbten Flüssen mischen.

Burg Devin bei Bratislava, Slowakei, Slovakia

Zur Innenstadt Bratislavas ist es danach nicht mehr weit. Es hat sich viel getan in den vergangenen Jahren. Viele Häuser der Altstadt wurden renoviert und neben den traditionellen Kaffee- und Wirtshäusern ist die Auswahl an modernen Lokalen groß.

Wir schlendern durch die Fußgängerzone und bleiben vor manchen Schaufenstern länger stehen.

Altstadt von Bratislava, Slowakei

Wir reihen uns in die Schlange der Touristen ein und machen Fotos von Cumil, dem Mann, der aus dem Kanal zu kommen scheint.

Altsatdt von Bratislava, Slowakei

Und natürlich gehen wir zur Burg. Die Burg in Bratislava, Slowakei, Slovakia

Von dort aus haben wir wieder eine schöne Aussicht auf die Donau und das „Ufo”, das ein Restaurant beherbergt.

Aussicht von der Burg in Bratislava

Das Restaurant im „Ufo” besuchen wir allerdings nicht. Dieses Mal nicht. Aber wer weiß, vielleicht dann beim nächsten Ausflug in die slowakische Hauptstadt.


Anreise: Es gibt mehrere Möglichkeiten öffentlich von Wien nach Bratislava zu reisen. Neben Bussen und Zügen verkehrt von Frühling bis Herbst mehrmals täglich der Twin City Liner zwischen dem Schwedenplatz und Bratislava. Damit dauert die Reise von Wien nach Bratislava auf der Donau gerade einmal 75 Minuten. Beliebt ist auch die Kombination: hin mit dem Schiff, zurück mit dem Zug.

Wer mit dem Auto anreist: Die slowakische Autobahn-Vignette gibt es direkt an der Grenze zu kaufen. In der Innenstadt sind mehrere gut beschilderte Parkhäuser.